Das hintere Kreuzband

Das hintere Kreuzband verheilt in den meisten Fällen. Die Frage ist jedoch, in welcher Stabilität bzw. Instabilität das hintere Kreuzband am Ende verheilt ist. Daher ist in vielen Fällen ein primär konservatives Vorgehen möglich, allerdings sollte eine entsprechende Schienenversorgung erfolgen (PTS-Schiene). Mithilfe der Schiene sollte der Unterschenkel nach vorne geschoben werden und diese Schiene sollte relativ konsequent in den ersten 4 bis 6 Wochen getragen werden. Nach 6 bis 8 Wochen erfolgt dann eine Überprüfung der Stabilitätsverhältnisse durch eine 90°-Schubladenröntgenaufnahme und dann kann aufgrund des Grades der Instabilität entschieden werden, ob ein Operationsbedarf besteht. Ein weiteres Kriterien für ein operatives Vorgehen bei hinterer Kreuzbandverletzung ist die Frage, ob im Bereich der Außenseite des Knies weitere Strukturen verletzt sind und es somit zu einer hinteren äußeren Instabilität kommt. Sollte dies der Fall sein, muss häufig operiert werden, bei Akutverletzungen ist dies manchmal sogar im akuten Stadium sinnvoll.